Berufsbild


Aufgaben des Dachdeckers

Der Dachdeckerberuf ist ein traditionsreiches Handwerk und ein Beruf mit Zukunft. Denn Dachdecker sein heißt nicht nur ein Dach einzudecken.


Man arbeitet praktisch vom Keller bis zur Kirchturmspitze. Dachdecken ist dabei nur eine von mehreren vielseitigen Aufgaben. Egal ob Abdichtungen, Fassadenverkleidungen, Gerüstbau, Dachbegrünung, Dachausbau oder Installation von Blitzschutz und Solaranlagen – das Tätigkeitsfeld wird durch den technischen Fortschritt ständig erweitert.
Deshalb ist der Dachdeckerberuf abwechslungsreich, interessant und anspruchsvoll.


Durch moderne Maschinen wird der Dachdecker bei seiner Arbeit unterstützt. Trotzdem können Maschinen die Vielseitigkeit und das handwerkliche Können des Dachdeckers auch in Zukunft nicht ersetzen. Somit wird dieser Beruf auch weiterhin gefragt sein.
Als Dachdecker arbeitet man im Team und ist fast immer an der frischen Luft. Die körperliche Betätigung spielt natürlich auch eine wichtige Rolle.

Ausbildung zum Dachdecker

Um den Beruf des Dachdeckers bzw. die Ausbildung ausüben zu können, sollte man folgende Vorraussetzungen erfüllen:


  • Man sollte schwindelfrei und körperlich belastbar sein 
  • Man sollte gern im Team und an der frischen Luft arbeiten
  • Man sollte mindestens einen Hauptschulabschluss haben


Die Ausbildung zum Dachdeckergesellen dauert 3 Jahre.
Die besten Möglichkeiten zur Ausbildung bestehen bei Mitgliedsbetrieben der Dachdeckerinnung. Diese lassen sich an folgendem Zeichen erkennen:


Dachdecker Innung


Die Ausbildung läuft dann folgendermaßen ab:


  • Zum einen direkt auf der Baustelle
  • Zum anderen durch den Besuch der Berufsschule und der überbetrieblichen Ausbildungsstätten (z.B. in Simmerath) 


Weitere Informationen und Auskünfte über den Dachdeckerberuf geben:


  • Die Dachdeckerinnung
  • Die Arbeitsagentur 
  • Der Berufsverband 
  • Die Gewerkschaft

Aufstiegschancen eines Dachdeckers

Nach der Ausbildung zum Dachdecker kann man sich als Geselle ständig auf dem Laufenden halten und weiterbilden. Denn mit dem richtigen Fachwissen kann man sowohl Dachdeckermeister/-in als auch Dipl.-Ingenieur/-in werden.


Berufsbild Dachdecker Aufstiegschancen


Dieses Diagramm zeigt die Möglichkeiten, die einem nach der Ausbildung zum Dachdecker offen stehen.

Geschichte und Entwicklung

Schon um das Jahr 800 nach Christus gab es in Klöstern Fachleute, die bestimmte handwerkliche Tätigkeiten nach vorgegebenen Regeln ausführten.


Damals wurden die Dächer von diesen „Fachleuten“ mit Steinen und anderen Materialien (wie z.B. Stroh) belegt.
Im 13. Jahrhundert wurde daraus dann ein eigenständiges Handwerk, der Dachdeckerberuf.
Allerdings wurde noch unterschieden zwischen z.B. Schiefer- oder Strohdecker, je nach Werkstoff der zum Decken verwendet wurde.


Bis heute wird die Fertigkeit des Dachdeckers geprägt durch die immer wieder neuen beruflichen Herausforderungen. Egal ob Wandel der Baustile und Dachformen, neue Werkstoffe, Techniken, Maschinen und Arbeitsverfahren oder veränderte Lebensgewohnheiten und Umwelteinflüsse – all diese Dinge nehmen Einfluss auf den Beruf.


Hoch die Dachdeckerkunst


Heute zählt das Dachdeckerhandwerk zu den wichtigsten Bauberufen. Denn das Dach schützt das Hausinnere vor Wind und Wetter.


Der Dachdecker ist ein qualifizierter Spezialist, da er den hohen technischen, ökologischen und individuellen Ansprüchen genügen muss.


Moderne Maschinen unterstützen die Arbeit und machen sie sicherer. Sie können aber auch zukünftig die Vielseitigkeit und das handwerkliche Können des Dachdeckers nicht ersetzen. Deshalb ist der Beruf des Dachdeckers sowohl ein Beruf mit Tradition als auch mit Zukunft.